Die Fahrradwerkstatt „Rudis Fahrradbude“ mit dem Sitz auf dem Welterbe Zollverein repariert nicht nur Räder, sondern holt diese mit einem Lastenrad zuhause ab und bringt sie anschließend wieder zurück. So stärken Rudi, ehrenamtlich Tätige, Angestellte und Schülerpraktikanten die Gemeinschaft. Das Ziel des Konzepts ist die Steigerung der Attraktivität, Bekanntheit und Wahrnehmung von Fahrradfahren und richtet sich an Anwohner des Quartiers und ihr alltägliches Mobilitätsbedürfnis.

Fahrradreparatur als Teil einer größeren Vision

Sandra wohnt in Essen/Katernberg und möchte ihr kaputtes Fahrrad reparieren lassen. Ihre Recherche auf Google ist ohne Erfolg: nur veraltete Einträge. Im Bürgerzentrum
„Kon-Takt“ wird sie auf einem aufgehängten Flyer fündig: sie ruft in „Rudis Fahrradbude“ an und bittet ihn, ihr Fahrrad zu reparieren.

Rudi erzählt von seinem Lastenrad, mit dem er Sandras Rad bei ihr zuhause abholen kann – wohl wissend wie schwierig es sein kann, ein kaputtes Rad zu transportieren. Gerade ohne Auto. Seine Tour zu Sandra sorgt durch seine bedruckte Beachflag und seine Bekanntheit im Stadtteil für viel Aufmerksamkeit.

Zurück in der Werkstatt wird Sandras Fahrrad dort repariert. Die Crew ist divers und setzt sich z.B. aus Realschülern einer AG der Schule gegenüber des Welterbes zusammen. Auch Angestellte, Ehrenamtliche und Menschen aus Arbeitsamtprojekten unterstützen Rudi. Es ist eine lebendige Werkstatt und ein Begegnungsort in der Nähe der Fahrradstation.

Über das gemeinschaftliche Projekt wird Energie freigesetzt, die zu mehr Fahrradfahren animiert und inspiriert. Die Schüler tragen die Philosophie als Teil der AG weiter. Zollverein wird zu einem Mobilitätszentrum und Themen wie Elektromobilität und neue Mobilität werden Teil von Rudis Projekt. Nicht nur Radfahren gewinnt so mehr Bedeutung.

Die Idee im Video

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Kategorien: Ideen