Das im Juni 2019 neu gegründete Institut für Mobilitäts-und Stadtplanung der Universität Duisburg-Essen begleitet das Projekt bereits seit der Erhebung im vergangenen Herbst. Gemeinsam arbeiten wir an der Entwicklung von Ideen für das Welterbegelände und die angrenzenden Quartiere.

Die Mitarbeiter*innen des Instituts beteiligten sich bereits an der Nutzererhebung und ihrer Auswertung. Zeitnah wird eine ergänzende Befragung unter den Beschäftigten auf dem Gelände durchgeführt.

Das Institut untersucht an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften in der Abteilung Bauwissenschaft der Universität Duisburg-Essen (UDE) mit einem interdisziplinären Ansatz, wie sich Verkehrs- und Stadtstrukturen ressourceneffizient organisieren und optimieren lassen.

Die Umsetzung einer postfossilen Energiewende und die Erreichung von nationalen und internationalen Klimaschutzzielen sind zentrale Ziele für eine nachhaltige und integrierten Mobilitäts- und Stadtplanung. Die Bedeutung zukunftsweisender, umwelt- und klimaverträglicher Mobilitätsformen erfordert konsequenterweise die Modernisierung und den Umbau von Stadt und Infrastruktur – auch in Richtung einer sozial und ökologisch gerechten Transformation – für ein Miteinander aller Verkehrsmittel. Es ist wichtig, die Gestaltung der Infrastruktur an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und an die neuen Formen der Mobilität anzupassen und alle Mobilitätsoptionen zur Durchführung von Ortsveränderungen zu berücksichtigen. Dazu ist es wichtig, Prognosen und Szenarien zu entwickeln und drauf die Planung von Infrastrukturen aufzusetzen.

Forschung

Im Vordergrund am imobis stehen Forschungen zu den Wechselwirkungen von Stadt und Mobilität und der Generierung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die zu nachhaltigen Entwicklungen beitragen.  Angesichts einer zunehmenden Komplexität der gesellschaftlichen Veränderungen sowie der Dynamik der energiewirtschaftlichen und technologischen Umbrüche konzentriert sich die inhaltliche Ausrichtung auf die Transformation von Strukturen und Systemen und die damit einhergehenden Veränderungen von Mobilität und Stadt. Da die infrastrukturellen und gesundheitlichen Grenzen erreicht sind, ist eine Neudimensionierung bzw. die Anpassung von Infrastrukturen an neue Formen der Mobilität und des Zusammenlebens wichtiger denn je.

Die Entwicklung von nachhaltigen Mobilitäts- und Stadtstrukturen mit empirischen Methoden, wie Verhaltensmessungen und statistischen Modellen ist ein zentrales Aufgabengebiet. Zudem werden die Wirkungen der Digitalisierung und neuer Antriebsformen auf die Entwicklung von urbanen Systemen und Infrastrukturen sowie auf das Mobilitätsverhalten im Sinne einer Smart Mobility untersucht. Die Interdependenzen zwischen Stadt und Mobilität sowie den klima- und energiepolitischen Zielvorstellungen erfordern die Erforschung von Akzeptanzen und partizipativen Prozessen sowie der Dynamik von sich ändernden Mobilitätsmustern und Mobilitätskulturen im Kontext eines übergeordneten gesellschaftlichen Wandels.  Auch die Gestaltung von Stadträumen und Infrastrukturen in unterschiedlichen Maßstäben hat nachweislich großen Einfluss auf die aktive Bewegung und Gesundheit der Bewohner. Es geht um die Erforschung räumlich-funktionaler Rahmenbedingungen und der Wirkungen auf das Verhalten bzw. wie man die Walkabilty in Messinstrumente überführen kann.

Die Forschungsprojekte der vergangenen Jahre – im nationalen wie internationalen Raum – basieren auf interdisziplinären und integrierten Ansätzen für eine nachhaltige Transformation von Stadt und Mobilität. Letztlich sind unsere Themenbereiche eng verknüpft mit dem übergeordneten Thema, an dem auch andere Fakultäten des universitären Profilschwerpunkts Urbane Systeme arbeiten.  Es geht um das Verstehen der individuellen Mobilität und der Wechselwirkung von urbanen Systemen, um die Entwicklung von Strategien und Szenarien für die Zukunft der Stadt.

Kategorien: Aktuelles