Zollverein war einst die größte und leistungsstärkste Steinkohlenzeche der Welt und die größte Zentralkokerei Europas. Dieser bedeutende Ort deutscher Industriegeschichte ist seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe und steht wie kaum ein anderer für die Transformation, die Regionen im Zuge der Energiewende bewältigen müssen. Der Innovationsstandort Zollverein ist ein leuchtendes Beispiel, wie so etwas gelingen kann. Denn das Gelände ist heute nicht nur Kultur- und Tourismus-, sondern gleichermaßen auch Wirtschafts- und Bildungsstandort.

Und das sehr erfolgreich: Jährlich rund 1,5 Millionen Menschen besuchen das vielfältige Angebot auf der „schönsten Zeche der Welt“. Das Welterbe Zollverein ist damit am häufigsten besuchte Ausflugsziel in der Metropole Ruhr und nach dem Kölner Dom an zweiter Stelle der Kulturausflugsziele in NRW.

Mit dem Projekt „Spurwechsel“ soll nun ein weiterer Transformationsaspekt in den Fokus rücken und der Bezirk auch in Sachen Mobilität eine Vorreiterrolle einnehmen.

Die Fläche des Welterbes Zollverein sowie die daran angrenzenden Stadtteile Katernberg, Stoppenberg und Schonnebeck – der Bezirk Zollverein – eignen sich hervorragend als Forschungsgebiet.

Zum einen durch ihre Größe: Das Gelände der ehemaligen Zeche und Kokerei umfasst insgesamt rund 100ha 1.000.000 Quadratmeter; die Fläche entspricht in etwa der ganzen Innenstadt von Essen. Auf dem Gelände befinden sich fast 100 Gebäude, über 200 technische Anlagen und Maschinen. Bislang sind einige Teile aufgrund der Distanzen nicht für alle Menschen gleich gut zu erreichen. Aber das muss nicht so bleiben!

Zum anderen erlaubt das sowohl von Einheimischen als auch auswärtigen Besuchern stark frequentierte, lebendige Quartier mit einer Mischung aus Kreativwirtschaft, Hochschule, Hotels und Wohnen sehr unterschiedliche Nutzergruppen einzubeziehen: Zunächst wäre da die wachsende Zahl von Mitarbeitern der Institutionen und ansässigen Firmen auf dem Welterbegelände sowie den Studierenden der neuen Folkwang Universität der Künste. Des Weiteren die Anwohner der umliegenden Quartiere, deren Wege sie von und zu Schulen, Seniorenresidenzen und Sportstätten führen. Nicht zuletzt werden auch die Mobilitätswünsche der Tourist*innen und Eventbesucher*innen in den Prozess einfließen.

Diese Vielfalt soll Ergebnisse liefern, die sich auch auf andere Quartiere übertragen lassen.

Sie möchten sich gerne beteiligen? Hier gibt es mehr Informationen dazu.